Kurt Bayer ist Ökonom mit seinem ganzen Fleisch und Blut, ein unermüdlicher Kämpfer gegen den Neoliberalismus und ein fleissiger Publizist in verschiedenen Zeitungen, Magazinen und vor allem auch auf seinem eigenen Blog „Kurt Bayer’s Commentary“, siehe den jüngsten Post „Self-Cannibalisation of Neoliberalism“. Kürzlich hat er ein kleines Büchlein veröffentlicht, eine Sammlung von kurzen Vignetten, in denen es nicht um die großen Linien der österreichischen und internationalen Wirtschaftspolitik geht, sondern um den »soft underbelly« der Politik und ihrer Macher und Macherinnen. „Oeconomia non(?) olet – Duftspuren aus dem Inneren der Wirtschaftspolitik“ heißt der schmale Band und ist als E-Book bei Tredition zu erwerben oder auf den gängigen E-Book-Plattformen.
Die Erinnerungen von Kurt Bayers zeigen das allzu Menschliche einer oft ernsten Materie. Auch ein mächtiger Weltbankpräsident James D. Wolfensohn erscheint da als fast normaler Mensch mit Eigenarten. Ideal für die leichte Sommerlektüre zwischendurch.
P.S.: Warum erscheint hier dieser Publikationshinweis? – Ich habe nicht nur das Vergnügen, Kurt Bayer bei seinem Blog technische Hilfe zu leisten, sondern habe ihn auch überzeugen können, dieses kleine Büchlein nicht nur als gedrucktes Werk an seine Freunde und Freundinnen zu verschenken (Die schönsten Dinge kann man nicht kaufen!), sondern auch als E-Book allgemein zugänglich zu machen. Für mich war es ein kleines Lernprojekt mit einem Self-Publishing-Dienstleister. Und siehe da: Es funktioniert wunderbar!
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